J'accuse ...

la sottise de l'humanité!

Letzter Stand: 27. Juli 2010, 12 Uhr

Keine 300 Meter vom Unglücksort entfernt habe ich am frühen Samstag abend beobachten können, wie es zum Unglück mit bis dato 20 Toten gekommen ist.

Im Zentrum der Vorwürfe steht ein gut 20 Meter breiter Tunnel, ein vierspuriger Straßentunnel mit beiseitigem Fahrradweg und Bürgersteig. Seltsamerweise hat sich bislang niemand über den nur 10 Meter breiten Tunnel des Hauptbahnhofes beschwert, der zudem noch von Aufzügen und Verkaufsständen deutlich verengt wird. Es mag wohl daran liegen, dass dort (zufälligerweise) niemand zu Tode getrampelt wurde ...

Eigentlich hätte es auch in diesem Tunnel nicht zu einer Panik kommen dürfen, da die Karl-Lehr-Straße bereits an der Kreuzung mit der Düsseldorferstraße abgeriegelt worden war. Dort befand sich eine Sicherheitsschleuse, in der die Gäste auf Glasflaschen und andere gefährliche Gegenstände hin kontrolliert wurden, und danach "handverlesen" durch den Tunnel auf das Festival-Gelände gelassen wurden.

Bereits ab 15 Uhr wurden die nach wie vor zuströmenden Gäste nur noch "schwungweise" auf das Gelände gelassen, weswegen es zumindest auf dem westlichen Zuweg einen Rückstau bis zur Mercatorstraße gab. Viele Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Hoffnung aufgegeben, auf das Gelände zu gelangen und füllten alle Nebenstraßen im Dellviertel, dabei waren häufig lautstarke Unmutsäußerungen zu hören wie "Sch*** Veranstalter" oder "Ich hab' nich' mal einen float gesehen ..."

Zeitgleich lief im WDR die Übertragung vom Festival-Gelände, in der der Moderator Thomas Bug noch bis kurz vor dem Bekanntwerden des Unglücks dafür geworben hat, noch zur Loveparade zu kommen, die Stimmung und das Wetter seien so toll!

Ab 16 Uhr machte dann das Gerücht die Runde, die Polizei habe das Gelände wegen Überfüllung geschlossen, es würden keine weiteren Gäste mehr auf das Glände gelassen. Zu diesem Zeitpunkt wurde aus Unmut offener Zorn, der sich darin auswirkte, dass mehrere hundert wütende Gäste die Absperrungen rund um die Sicherheitsschleuse durchbrachen und durch abgesperrte Vorgärten und über Hinterhöfe zum Tunnel und in diesen hineindrängten!

Ein Polizist der Bereitschaftspolizei sagte zu mir ratlos, was sie denn hätten machen sollen, um die Leute davon abzuhalten, die Sicherheitmaßnahmen zu umgehen. Sich in Zweierreihe mit Schlagstöcken aufbauen? Dann hätte am Montag in der Zeitung gestanden: "Polizei geht mit Schlagstöcken gegen friedliche Raver vor ..."

Durch diese "Dummheit der trägen Masse" kam es letztendlich zu der Massenpanik im Tunnel, in dem sich normalerweise nur eine handverlesene Anzahl Menschen hätten aufhalten sollen!

Da passt das Zitat eines Polizisten der Verkehrspolizei, der im Gespräch mit mir meinte: "Ich habe noch nie so viele Hirnamputierte auf einem Haufen gesehen ..."

Und nicht zu vergessen, das berühmte Zitat von Albert Einstein: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Dummheit der Menschen, allerdings bin ich mir bei erstem nicht sicher ..."


PA und Dixi-Klos auf der Brücke über die A59

PA auf der Friedrich-Wilhelm-Straße

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Abnahme-Gelände der Floats
davor Wege der Rettungs- und Sicherheitskräfte

Festival-Gelände von Nordosteni
davor Wege der Rettungs- und Sicherheitskräfte

Duisburg Hauptbahnhof von Südwesten
(gleicher Standort wie zuvor)

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Floats auf dem Abnahme-Gelände

Baureihe 120 in Doppeltraktion

Baureihe 120 in Doppeltraktion

südöstliches Ende des Geländes
davor Wege der Rettungs- und Sicherheitskräfte

südwestliches Ende des Geländes
davor Wege der Rettungs- und Sicherheitskräfte

südliches Ende des Festival-Geländes
davor der mehr als zehn Meter breite Notausgang

ehemaliger Tunnel der ehemaligen Güterstrecke nach Duisburg-Hochfeld Nord

südliches Ende des Festival-Geländes
davor der mehr als zehn Meter breite Notausgang

ungenutztes Gelände südlich des Festival-Geländes, nur Wege der Rettungs- und Sicherheitskräfte

nördliches Ende des Festival-Geländes
von der nördlichen Zufahrt der Rettungs- und Sicherheitskräfte aus gesehen

nördliches Ende des Festival-Geländes
von der nördlichen Zufahrt der Rettungs- und Sicherheitskräfte aus gesehen

im wahrsten Sinne des Wortes "wegweisende" Beschilderung

im wahrsten Sinne des Wortes "wegweisende" Beschilderung

Rettungskräfte auf der Kammerstraße (östlich des Hauptbahnhofs)

Rettungskräfte auf dem Parkplatz der
Gertrud-Bäumer-Schule

Rettungskräfte auf der Heinrich-Bertrams-Straße

Hauptbahnhof Osteingang

Rettungskräfte auf dem Ludgeriplatz (Hubschrauberlandeplatz)

Hauptbahnhof Haupteingang

"Nebenschauplatz" am Friedrich-Wilhelm-Platz

Ersatz-Busbahnhof am U-Bahnhof "Steinsche Gasse"

Ersatz-Busbahnhof am U-Bahnhof "Steinsche Gasse"

Ersatz-Busbahnhof am U-Bahnhof "Steinsche Gasse"

Rettungskräfte auf der Mercatorstraße
(auch VIP-Zugang)

Sicherungskräfte auf der Karl-Jarres-Straß gegenüber der Sicherheitsschleuse auf der Karl-Lehr-Straße (16:15 Uhr)

Rettungskräfte versuchen verzweifelt, durch die überrannte Sicherheitsschleuse zu den Verletzten zu kommen (16:21 Uhr)

Sicherungskräfte auf der Düsseldorferstraße südlich der Sicherheitsschleuse auf der Karl-Lehr-Straße (16:39 Uhr)

Feuerwehr, THW, Malteser und Rotes Kreuz an der Auffahrt Grunewald der A59

Einsatzzentrale der Malteser am südlichen Zugang zum Gelände

Feuerwehr, Malteser und Rotes Kreuz an der Auffahrt Grundewald der A59

Feuerwehr der Stadt Duisburg an der Kreuzung Grunewald

Sicherungskräfte an der Wegnerstraße südlich der östlichen Sicherheitsschleuse

östliches Ende der Karl-Lehr-Straße, Kreuzung mit dem Sternbuschweg

Verkehrschaos auf der Kreuzung Sternbuschweg/Koloniestraße, Menschenmassen suchen sich einen Weg ...

 

Alle von mir veröffentlichen Bilder sind unter einer bestimmten Creative Commons-Lizenz lizenziert. Diese erlaubt die Verwendung und Verbreitung meiner Bilder unter folgenden Bedingungen:

Creative Commons Lizenzvertrag